Flood protection

Spundwand in Kombination mit Dammbalkensystem

Extreme Wetterlagen sind nur einer von mehreren Faktoren, die Hochwasser verursachen. Hinzu kommen die starke landwirtschaftliche Nutzung und zunehmende Flächenversiegelungen in den Städten und Gemeinden an den Nebenflüssen. Durch Letzteres etwa kann weniger Wasser vom Boden aufgenommen werden.

Viele Deiche wurden zudem sehr nah an einem Fluss errichtet; ein Abfließen des Wassers in ursprüngliche Gewässerauen ist dadurch nicht mehr möglich. Flussbaumaßnahmen an der Elbe fördern die wirtschaftliche Entwicklung in der Elberegion und erhalten auch den ökologischen Wert der Flusslandschaft. Sie lassen es allerdings auch notwendig werden, die Schutzmaßnahmen für flussnahe Bereiche und Ortschaften, die bei Hochwasser überschwemmt werden können, zu modernisieren und zu verstärken.

Hochwasserschutz als Landschaftsbau.

So erhält die Ortschaft Gallin ein „neues Gesicht“. Primäre Maßnahmen sind hier die Verbesserung der Standsicherheit der bestehenden Hochwasserschutzanlagen auf einer Gesamtlänge von rund neun Kilometern, die vollständige Erneuerung der Sielbauwerke und die Herstellung von landseitigen Deichverteidigungswegen.

Im Zuge der Sanierung ist in der Ortslage Iserbegka eine Deichscharte vorgesehen. Die Deichscharte besteht aus mit Beton verblendeten Spundwandwangen, einer Spundwanddichtwand und einem Stahlbetonsohlbalken. Die thyssenkrupp Infrastructure lieferte für die Gründung der Deicherhöhung Leichtprofile.

Auf den Deichprofilen mit Stahlbetonkopfbalken wird bei Hochwasser ein mobiles Dammbalkensystem aufgesetzt. Hierdurch entsteht eine zusätzliche Schutzhöhe von 1 Meter über eine Länge von 80 Metern.

Auf rund sechs Kilometern werden Deichverteidigungswege angelegt und der Neubau von vier Deichsielen und drei Deichscharten durchgeführt.

Daten & Fakten

AuftraggeberLandesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen Anhalt (LHW)
Ausführendes BauunternehmenKramer GmbH und Co KG, Wittenberg
Technische Datenmobiler Hochwasserschutz durch Aluminium-Dammbalken System
GründungStahlleichtprofile KL 3/8 mit Stahlbetonkopfbalken
Insgesamt23 Felder = 80,50 m Länge, Schutzhöhe 1,00 m (115 Stück Dammbalken, Größe 100/200 mm/5 Stück je Feld)
Stützen22 Mittelstützen, 2 Endstützen

Daten & Fakten

AuftraggeberLandesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen Anhalt (LHW)
Ausführendes BauunternehmenKramer GmbH und Co KG, Wittenberg
Technische Datenmobiler Hochwasserschutz durch Aluminium-Dammbalken System
GründungStahlleichtprofile KL 3/8 mit Stahlbetonkopfbalken
Insgesamt23 Felder = 80,50 m Länge, Schutzhöhe 1,00 m (115 Stück Dammbalken, Größe 100/200 mm/5 Stück je Feld)
Stützen22 Mittelstützen, 2 Endstützen