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Brückenneubau

Brückenbogen entstand auf fast 70 Meter hohem Tragegerüst

Die 385 Meter lange Massetalbrücke entstand im Zuge des Neubaus der Eisenbahn-Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt. Der Stahlbetonboden des Bauwerks mit der Stützweite von 165 Meter hat einen Hohlkastenquerschnitt, den die Bautzener Hentschke Bau GmbH mit Hilfe eines bodengestützten Traggerüst von beiden Kämpfern aus abschnittsweise in symmetrischen Takten – Bodenplatte vorauseilend – geschalt und betoniert hat. thyssenkrupp Infrastructure entwickelte dafür das Tragegerüst, erstellte eine prüff ähige Statik, stellte das benötigte Material bereit und übernahm die Montage.

Durchdachtes Konzept

Der Stahlbetonboden ist auf beiden Brückenseiten im Kämpfer unten eingespannt und wirkt wie ein Kragarm. Nach unten wird er vom Traggerüst gestützt und seitlich ist er als Hohlkastenquerschnitt so steif, dass er sich selbst und das Traggerüst stabilisiert. Dank dieses raffi nierten statischen Zusammenspiels kann selbst der nahezu 70 Meter hohe Mittelturm (9 x 7 Meter Grundriss) alle auftretenden Stabilisierungs- und Betonlasten aufnehmen. Rund 26 Meter vom Mittelturm entfernt steht auf beiden Seiten ein ca. 50 Meter hoher Gerüstturm von 7 x 7 Meter.

Knapp 17 Meter weiter folgt auf beiden Seiten ein etwa 25 Meter hoher Turm, dessen Basis 6 x 7 Meter beträgt. An den beiden Kämpfern endet das Traggerüst mit jeweils einem ca. 4 Meter hohen Stützjoch aus der neuartigen RöRo-Schwerlaststütze S 150. Die fünf Gerüsttürme bestehen aus dem Schwerlaststützen-System S 250, Basis sind 12 Meter lange HEB 360-Stahlprofile. Jeder Stiel ist in Abhängigkeit von der Knicklänge für ca. 1800 kN bemessen, so dass pro Joch eine Lastaufnahme von 7.200 kN möglich ist. Am oberen Ende besteht die Traggerüstkonstruktion aus miteinander und mit den Gerüsttürmen verbundenen Längsträgern HEB 800 und Gitterträgern Rüstbinder H33.

Kanalsanierung | Canal refurbishment

Der Stahlbetonbogen der Massetalbrücke hat einen Hohlkastenquerschnitt. Insbesondere die enorme Bauhöhe stellte eine technische Herausforderung dar.

Wegen der enormen Höhe des Traggerüstes erforderte die Montage der rund 1.000 Tonnen Material eine detaillierte geplante Vorgehensweise. Außenaufzüge an den Gerüsttürmen stellten die Versorgung sicher. 12 Meter hohe Arbeitsgerüste innerhalb der Gerüsttürme sorgten für maximale Sicherheit und boten den Monteuren einen sicheren Stand, um die 12 Meter hohen Stiele aufzustellen und über Spannstäbe zu verbinden. War eine Turmebene fertig, wurde das Arbeitsgerüst zur folgenden Ebene versetzt.

Nach der Betonage des Bogens wurde das Traggerüst entlastet und die Fahrbahn per Taktschiebeverfahren hergestellt. Für die Demontage wurde das komplette Traggerüst mit einer Synchronhubanlage hydraulisch unter dem fertigen Überbau quer herausgezogen. Dadurch konnte das Traggerüst „von oben“ per Kran sicher und schnell demontiert werden.

Daten & Fakten

BauherrDB Netz AG
LieferungRöRo S 150 heavy-duty supports, S 250 heavy-duty support system, HEB 360, HEB 800 longitudinal beams, H33 lattice beam scaffolding trusses

Daten & Fakten

BauherrDB Netz AG
LieferungRöRo S 150 heavy-duty supports, S 250 heavy-duty support system, HEB 360, HEB 800 longitudinal beams, H33 lattice beam scaffolding trusses