Alpha Ventus

Pionierleistung auf hoher See

Hier entsteht ein neues Zeitalter der Windenergie

Rund 45 Kilometer nördlich vor Borkum wurde der erste deutsche Windpark „alpha ventus“ in einer Wassertiefe von bis zu 30 Metern errichtet. Die Windparks werden in zwölf Anlagen zu je fünf Megawatt Leistung Strom aufgebaut um für rund 50.000 Menschen Elektrizität zu liefern. Geplant ist, bis zum Jahr 2020 insgesamt bis zu 25.000 Megawatt zu installieren.

Gründung des Umspannwerkes.

Die Erstellung der Gründung des Umspannwerkes alpha ventus erfolgt durch vier ca. 40 Meter lange Stahlrohrpfähle mit einem Gewicht von bis zu 110 Tonnen je Pfahl. Durch die Kombination Einvibrieren und Nachschlagen konnten mehrere Bedingungen mit dieser Gerätekombination erfüllt werden.

Der Vibrator wurde nach dem Lösen des Transporttools direkt auf das Rohr aufgesetzt und ermöglicht ein Halten sowie Ausrichten des Rohres. Die Krafteinleitung erfolgt durch Einsatz von Lastverteilungsplatten mit zwei Spannzangen. Somit kann auf eine aufwendige Führungskonstruktion und ein Tool zum Hängen des Rohres verzichtet werden. Dadurch wird auf dem begrenzten Raum der Einbringplattform Platz gespart. Der aufgesetzte Vibrator ermöglicht ein einfaches vertikales Einbringen, optimiert die Einbringzeit und ist zudem wirtschaftlich äußerst sinnvoll.

Gründung der Rotoranlagen.

Die Stahlmasse einer Rotor-Anlage entspricht mit rund 1.000 Tonnen dem Gewicht von 200 ausgewachsenen Elefanten oder 22 Eisenbahn-Waggons. Der Rotor fängt den Wind auf einer Fläche ein, die rund anderthalb mal so groß ist wie ein Fußballfeld. Bei maximaler Drehgeschwindigkeit schneiden die Blattspitzen mit beinahe 320 Kilometern pro Stunde durch die Luft.

Dass die Verankerung der Anlagen am Meeresgrund eine der größten Herausforderungen ist, versteht sich von selbst. Im Anschluss an die Errichtung der Trafostation erfolgte die Gründung von 6 Windkrafträdern auf sogenannten Tripods, bei denen Gitterstrukturen mit Stahlpfählen am Meeresgrund verankert wurden. Hierbei sind je Tripod drei mit einem Gewicht von 130 bis 160 Tonnen in den Boden eingebracht worden.

Die Dimensionen sind außergewöhnlich: Die Nabenhöhe der Windräder liegt bei 90 Meter über dem Meeresspiegel. Dazu kommen noch einmal 30 Meter unter Wasser. Eine Anlage inklusive des Rotors weist eine Höhe von rund 155 Meter auf, beinahe so hoch wie der Kölner Dom.

Daten & Fakten

BauherrRWE, E.ON, Vattenfall
AusführungsplanungDOTI GmbH
BauausführungMultibrid GmbH
GerätMS-200 HHF Fliehkraft 4.000 kN, Stat. Moment 190 kgm mit stufenweise einstellbarem Moment
Verbautes Material/RammgutLänge 40,00 m, Gewicht ca. 110 t, Durchmesser 2,650 m, Einbringtiefe ca. 10 m mittels Vibration, Erreichen der Solltiefe: Schlagen mit hydraulischem Hammer

Daten & Fakten

BauherrRWE, E.ON, Vattenfall
AusführungsplanungDOTI GmbH
BauausführungMultibrid GmbH
GerätMS-200 HHF Fliehkraft 4.000 kN, Stat. Moment 190 kgm mit stufenweise einstellbarem Moment
Verbautes Material/RammgutLänge 40,00 m, Gewicht ca. 110 t, Durchmesser 2,650 m, Einbringtiefe ca. 10 m mittels Vibration, Erreichen der Solltiefe: Schlagen mit hydraulischem Hammer