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e+s Verbau Leipzig

e+s Linearverbau

Herstellung eines Entlastungsbauwerks in Leipzig

Im Sommer 2020 führte die REIF Baugesellschaft mbH & Co. KG, Schkeuditz, im Auftrag der Leipziger Wasserwerke die Arbeiten für den dritten Bauabschnitt zur Sanierung der vorhandenen Mischwasserkanäle aus. Zu den Hauptbestandteilen des Projektes zählte die Herstellung eines Stauraumkanals mit untenliegender Entlastung (SKU). Entgegen der ursprünglichen Planung, die eine Baugrubensicherung mit einer Trägerbohlwand sowie die Herstellung des Entlastungsbauwerkes als monolithisches Bauwerk in Ortbeton vorsah, entschieden sich die Baupartner bei der Ausführung letztendlich für eine Erstellung aus Halbfertigteilen in Tafelbauweise. Für die Sicherung der rund 13 Meter langen, 8 Meter breiten und 8,50 Meter tiefen Baugrube kam der e+s Linearverbau zum Einsatz. Diese Entscheidung hat sich nicht nur mit Blick auf die enormen Abmessungen der Baugrube bezahlt gemacht: Nach dem Anbringen einer längsseitigen äußeren Gurtung und einer Bodenaussteifung der Trägerpaare konnten zwei Laufwagen komplett aus dem Verbau gezogen werden. Damit wurden auf der Baustelle die räumlichen Voraussetzungen für die reibungslose Montage der großformatigen Betonfertigteile des Entlastungsbauwerkes geschaffen.

Das Entlastungsbauwerk misst in der Länge vom Zulauf bis zum Ablauf 9,70 Meter und in der Breite 6,30 Meter. Die Kammerhöhe liegt bei 4 Meter von der Gründungsschicht bis zur Oberkante der Abdeckplatte. Bei der Sicherung der Baugrube konnte der e+s Linearverbau seine Vorteile ausspielen. So gestatten die konstruktiven Merkmale des Systems den Einsatz auch bei sehr großen Grabentiefen. Hinzu kommt, dass der Boden außerhalb der Baugrube weitestgehend unberührt bleibt. Auch bei grabennaher Bebauung bleibt er setzungsarm.

Darüber hinaus lassen sich mit geringen technischen Zusatzausstattungen wie zum Beispiel einer Gurtung mit dem Linearverbau auch enorm große Arbeitsräume etwa für den Einbau großer Bauteile schaffen, wie zum Beispiel Rohre mit großen Nennweiten, Tanks, Schachtbauwerke oder – wie in Leipzig – für großformatige Betonfertigteile. Insgesamt vier Module des Verbausystems wurden für die Sicherung der Baugrube eingebaut.

Die Tiefbauarbeiten konnten im Dezember 2020 planmäßig abgeschlossen werden. Trotz der nicht alltäglichen Rahmenbedingungen wie der Tiefe der Baugrube, den schweren Fertigteilen sowie den großdimensionierten Rohren zeigten sich die Baupartner mit dem Ablauf der Baumaßnahme sehr zufrieden.

REIF Baugesellschaft
Baugrube XXL: Für die Sicherung der rund 13 Meter langen, 8 Meter breiten und 8,50 Meter tiefen Baugrube kam der Linearverbau zum Einsatz.
REIF Baugesellschaft
Vor dem Einheben der Wandelemente wurden zwei Laufwagen entfernt, um den nötigen Arbeitsraum zu schaffen. 
REIF Baugesellschaft
Die aus den Wandungsteilen im Sohlbereich herausragende Bewehrung sorgt für den Anschluss beim Betonieren der Sohle. 
thyssenkrupp Infrastructure
Die außen angebrachte Trägerkonstruktion schuf die statischen Voraussetzungen für das Entfernen von zwei Laufwagen.
thyssenkrupp Infrastructure
Für Sicherung der Stirnseiten kamen Kanaldielen zum Einsatz, die mit sogenannten Gurtungsträgern abgestützt werden. 
thyssenkrupp Infrastructure
Aufgrund der großen Einbaufenster konnten die 35 Zentimeter starken und bis zu 25 Tonnen schweren Wandelemente reibungslos in die Baugrube eingehoben werden.